SNAPTALK: Michael Michalsky

Kurz nachdem wir Backstage bei Michalsky ein wenig rumgelaufen sind, unsere Eindrücke für euch fest hielten und ein erstes Gefühl für die neue Kollektion bekamen, trafen wir Michael Michalsky kurz vor der Show noch einmal. Schon seit Jahren zählt seine StyleNite zu den Highlights der Berliner Modewoche. Und auch wir verbinden ganz persönlich eine schöne Zeit mit dem deutschen Designer – im Frühjahr 2012 besuchten wir zusammen das Disneyland in Paris.

Wie auch in den letzten Jahren hast du dich in diesem Jahr für zwei ganz besondere Models entschieden: Eva Padberg und Shermine Sharivar. Wie kams dazu, dass gerade diese zwei jetzt für dich laufen? Das gerade dieses Jahr die beiden für mich laufen hing ganz vom Thema der Kollektion ab. Dieses Jahr ist das Thema „City Loves“ und geht um die Liebe in Großstädten. Mit Eva bin ich ja schon seit vielen Jahren befreundet und ich habe ihr immer gesagt, vielleicht passt das ja irgendwann Mal. Genau so mit Shermine. Und ich finde, dass es in diesem Jahr einfach gepasst hat. Beide sind starke, smarte Frauen mit einer tollen Ausstrahlung.

Was muss denn ein ganz „normales Model“ für dich haben, damit sie oder er halt ein Michalsky Model wird? Das ist immer ganz unterschiedlich. Ich stell mir das immer so vor, wie bei einer Party. Da stehen ja meistens alle in der Küche, weil es dort am gemütlichsten ist. Die ganze Zeit laufen Leute rein und raus, doch bei bestimmten Personen dreht sich jeder um. Genau diese Ausstrahlung sollte ein Model meiner Show haben. Da ist mir die Größe, das Gewicht oder auch der ethnische Hintergrund vollkommen egal.

Wodurch kam der Umschwung bei der Auswahl der Männer? Bislang waren die männlichen Models ja sehr sportlich und glatt. Dieses Jahr hast du „reifere Gesichter“ mit Kanten und Bart ausgewählt. Das hat einen ganz einfachen Grund: ich habe meine komplette Männer-Kollektion umgedacht. Die heißt ab sofort: Atelier Michalsky. Es wird nur noch Styles geben, die ich selber anziehen würde. Die Kollektions-Stücke beschränken sich auf 15 Styles, dafür dann in unterschiedlichen Farben und Stoffen.

Wie stehst du zum Thema Fast Food Fashion? Ich finde es toll, dass sich immer mehr Menschen für Mode begeistern und es für sich entdecken. Nur finde ich das denken dahinter nicht so gut. Oft sehe ich in den Straßen Gruppen von jungen Mädchen die sich gut anziehen, dann aber sechs braune Taschen einer günstigen Modekette mit sich rumschleppen. Sie freuen sich dann zwar, dass ein T-Shirt nur drei Euro kostet, machen sich aber keine Gedanken darum wie diese eigentlich hergestellt werden. Das finde ich schade. Deswegen achte ich bei der Produktion meiner Sachen darauf, dass fast alles Made in Germany ist.

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